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2010-12-24 | Ein Weihnachtsmärchen verfassten die Schülerinnen und Schüler der 2. Klassen im Deutschunterricht. Alle, die dieses Märchen nicht schon in der aktuellen Ausgabe der NÖN gelesen haben, finden es auch hier.
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Ein Weihnachtsmärchen

Es war einmal ein armer NÖN-Reporter, der am 24. Dezember arbeiten musste. Er war traurig, weil er am Hl. Abend ganz allein in der Redaktion saß, während alle anderen Menschen mit ihren Familien Weihnachten feierten.

Da kam ein Telefonanruf. Der NÖN-Reporter solle rasch zu einem Unfallort mitten im Wald kommen. Er zog also seinen roten Anorak an, setzte seine rote Mütze auf, sprang in seinen Geländewagen und fuhr los.

Tief im verschneiten, finsteren Wald fand er nach einigem Suchen endlich einen umgekippten, großen Schlitten und ein kleines Mädchen in einem weißen Nachthemd. Rundum lagen große und kleine Päckchen im Schnee verstreut. Der verwunderte Reporter fragte das Kind: „Warum fährt ein Kind im Nachthemd allein mitten im Wald mit dem Schlitten? Er bekam zur Antwort; „Ich bin nicht einfach ein Kind, ich bin das Christkind. Und warum fährt der Santa Claus mit einem Geländewagen? Schnell, hilf mir die Geschenke aus dem Schnee zu holen, die Kinder der Hauptschule Weitra haben noch nichts bekommen!“ Christian Schnell, der Reporter, brummte: „Die Geschenke aufsammeln helfe ich dir, aber ich bin mir sicher, du bist genauso wenig das Christkind, wie ich Santa Claus bin.“ Gemeinsam machten sie sich an die Arbeit und legten die Geschenke in den Jeep des Reporters, denn der Schlitten des Christkinds war durch den Sturz unbrauchbar geworden.

Als alle Päckchen eingeladen waren, setzten sich Christian und das Christkind ins Auto und fuhren los. Es war noch viel zu tun und sie hatten nicht mehr viel Zeit. In Schagges mussten sie viele große und schwere Geschenke an die Kinder verteilen. Der Reporter holte die Pakete aus dem Kofferraum und das Christkind brachte sie in die Häuser. Wie das genau vor sich ging, konnte Christian Schnell leider nicht sehen, denn es wurde allmählich dunkel. Es dauerte jedenfalls ziemlich lange und sie mussten noch nach Harbach, wo auch noch Kinder warteten.

Das Christkind drängte: „Fahr schneller, sonst kommen wir noch zu spät!“ Folgsam stieg der Mann aufs Gaspedal, aber da geriet das Auto kräftig ins Schleudern und er bekam es nur mühsam unter Kontrolle. Sie fuhren nach Spital, Ulrichs, Thaures und in all die anderen Dörfer rund um Weitra. Überall warteten die Kinder schon ungeduldig auf das Christkind, das unermüdlich die Geschenke verteilte. „Wie macht es das bloß?“, grübelte der NÖN-Reporter, der mittlerweile selbst wieder ans Christkind glaubte. In Ulrichs bemerkte das Christkind entsetzt, dass ein Päckchen fehlte. Sie mussten es verloren haben! Da kam ein Reh daher und brachte das fehlende Geschenk, das es am Straßenrand gefunden hatte. Hurtig bescherte das Christkind die letzten noch wartenden Familien.

Nun waren sie fertig und Christian meinte; „Mir ist ganz schön kalt geworden!“ Sie fuhren nach Gmünd, wo der Reporter das Christkind in die NÖN-Redaktion einlud. Bald saßen die beiden in der warmen Redaktion, tranken heißen Tee und knabberten Weihnachtskekse. Christian und das Christkind machten sich einen gemütlichen Weihnachtsabend.

Inzwischen herrschte in einigen Familien Verwirrung. Der Vater von Klaus etwa hatte einen Mixer in seinem Päckchen vorgefunden und die Mutter eine Bohrmaschine. Doch nach einem ersten Staunen meinte der Vater: „Eigentlich wollte ich als Bub immer Zuckerbäcker werden Nun kann ich endlich selbst einen Kuchenteig anrühren.“ „Und ich kann jetzt den wackelnden Kasten selbst reparieren!“, lachte die Mutter.

In der Redaktion meinte der Reporter: „Es wird mir zwar keiner glauben, aber ich schreibe für die nächste Zeitungsausgabe einen Artikel über mein Abenteuer mit dem Christkind.“ Als er ihn fertig hatte, setzte er seine Anfangsbuchstaben darunter: SC. „Na also“, rief das Christkind, das ihm über die Schulter geguckt hatte, „ich hab`s ja gewusst! Du bist es doch, auch wenn du keinen so prachtvollen Bart mehr hast und ein modernes Auto fährst: SC = Santa Claus!“ Und wenn es das Christkind wirklich gibt, hält es heute noch den NÖN-Reporter für den Weihnachtsmann.

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Klassenarbeit der I. Leistungsgruppe Deutsch der 2. Klassen, HS Weitra

2a: Zwirner Andreas, Moser Adriana, Müller Bianca, Leutner Jasmin

2b: Decker Christian, Kaineder Jakkob, Katzenschlager Raphael, Wally Manuel, Hobiger Sarah, Schnabl Magdalena, Schnabl Theresa, Strondl Hanna, Winkler Magdalena